Hausgemeinschaften

Zu Hause in der Bremer Heimstiftung

„Wohnen vor pflegen“ - so lautet einer unserer wichtigsten Grundsätze. Um diesen in die Tat umzusetzen, leben Sie in den Pflegebereichen unserer Häuser in kleinen Gruppen– jeweils in einem eigenen Appartement mit Bad und mit einer offenen Wohnküche im Zentrum. Hier und in der „guten Stube“ nebenan gestalten Hauswirtschaftskräfte und Alltagsbegleiterinnen gemeinsam mit Ihnen den Tag, während Pflegefachkräfte begleitend für die körperliche Pflege sorgen. Ihre Angehörigen sind uns jederzeit willkommen. So entsteht in unseren Hausgemeinschaften eine familiäre Atmosphäre, die gerade Menschen mit einer Demenz Orientierung und Geborgenheit bietet.

Ihre Fähigkeiten und Wünsche…

…stehen dabei im Mittelpunkt. Diese zu fördern beziehungsweise zu erfüllen ist uns ein wichtiges Anliegen. Sie möchten Spiegelei statt Rührei? Sie wollen selbstzugreifen, um einen Kuchenteig nach Familienrezept anzurühren? Angehörige und Freunde möchten Ihren Geburtstag mit und bei Ihnen feiern – so wie immer? Das und mehr ist bei uns gern gesehen. Wir unterstützen Sie und Ihre Angehörigen darin, sich entsprechend Ihrer Möglichkeiten und Bedürfnisse in das Alltagsgeschehen einzubringen.

Eine Umgebung, die gut tut

Den Alltag leben! Was einfach klingt, ist in stationärer Pflege nach herkömmlichem Muster oftmals nicht möglich. Mit dem Hausgemeinschaftskonzept sind wir bewusst einen anderen Weg gegangen – und das erfolgreich. Dr. Angela Sallermann, Leiterin des Bildungszentrums der Bremer Heimstiftung, hat für ihre Dissertation verschiedene Wohnformen für ältere Menschen untersucht. Ihr Ergebnis: Umgebung, Alltag und Zusammensein in einer Hausgemeinschaft mit Fachkräften aus der Hauswirtschaft und Alltagsbegleiterinnen als ersten Ansprechpartnern vor Ort tragen erheblich zum Wohlbefinden der Bewohner bei.

„Bewohner, Angehörige und Personal begegnen sich hier nicht in künstlichen Besuchssituationen, sondern im Alltagsgeschehen. Das macht den Austausch und die gegenseitige Unterstützung für alle viel leichter. Zudem schützt das Eingebunden sein vor Einsamkeit und Langeweile.“
(Dr. Angela Sallermann, Leiterin des Bildungszentrums der Bremer Heimstiftung)